Polnischer Jagdhund

(Gończy Polski)  

FCI-Standard N°354 /   21. 04. 2010 / DE     

URSPRUNG: Polen

 

VERWENDUNG:
Jagdhund, der zum jagen von Wildschweinen und Rotwild benutzt wird. Außerdem wird er ab und zu auch zur Jagd von Fűchsen und Hasen im Bergland von Sűd-Polen verwendet.

KLASSIFIKATION


FCI: Gruppe 6
Laufhunde, Schweisshund und verwandte Rassen.

Sektion 1.2 Mittelgrosse Laufhund mit Arbeitsprűfung.

 

KURZER
GESCHICHTLICHER ABRISS: Schon im frűhen XIII. Jahrhundert wurde die Jagd mit Schweisshunden in polnischer Literatur erwähnt. Dadurch das Polen schon von jeher ein Land war mit vielen tiefen Wäldern und reichlich Grosswild, waren die Schweisshunde wertvolle Hilfskräfte fűr die Jäger.

Die Jagd mit Schweisshunden war bei den polnischen Adeligen hoch
geschätzt, wie man in Nachlässen aus dem XIV. Jahrhundert ersehen kann.

Nach dem ersten Weltkrieg wurden die polnischen
Schweisshunde weiterhin in Polen zur Jagd benutzt, im Osten und speziell im
Gebirge und in schwer zugänglichen Gegenden.

Der berűhmte polnische
Hundeforscher, Jozef Pawuslewicz (1903 – 1979) jagte mit polnischen
Schweisshunden; er war mit der Entstehung der Zucht dieser Rasse beschäftigt.
Er schrieb den ersten Rassestandard und es ist ihm zu verdanken, dass diese
Hunde offiziell von der Polnischen Kynologischen Vereinigung registriert
wurden.

 

ALLGEMEINES
ERSCHEINUNGSBILD: Ein gelenkiger Hund mit
kompaktem Körperbau. Der Knochenbau ist kräftig aber nicht schwer.

Der Körperbau deutet auf ein groβes Talent fűr Beweglichkeit und eine
offensichtliche Begabung fűr schwierige Arbeitsbedingungen in bergigen
Regionen.

 

WICHTIGE
PROPORTIONEN: Mittlere Grőβe.

VERHALTEN/CHARAKTER
(WESEN): Stabil und sanft. Dieser Hund ist wirklich mutig
und kann sogar Anzeichen von Tapferkeit demonstrieren. Er ist intelligent und
einfach zu erziehen. Er ist nicht aggressiv aber verbleibt Fremden gegenűber
zurűckhaltend. Zuzűglich zu seinen Qualitäten als Jagdhund muss man auch noch seine vorzűglichen Fähigkeiten eines Wachhundes erwähnen.

Während der Jagd gibt er laut mit einer charakteristischen Melodie von verschiedenen Stimmlagen.

 

KOPF: Edel,
in Proportion mit dem Kőrper.

 

OBERKOPF:

Schädel: Gleiche Länge wie der Fang; etwas konvex.

Das Hinterhauptbein ist betont aber nicht vorspringend.

Stop: Nur wenig ausgeprägt.

 

GESICHTSSCHÄDEL:

Nasenschwamm:
Schwarz, braun oder fleischfarben, je nach Haarfarbe.

 

Lefzen:
Fleischig, nicht hängend aber auch nicht trocken, gut űber den Unterkiefer
reichend. Leichte Falte an dem Lefzenende, welches sehr ausgeprägt ist.

 

Kiefer/Zähne:
Kräftig und weiβ, die Schneidezähne formieren einen Bogen, Scherengebiss.

 

Augen:
Mittlere Grőβe, schräg gesetzt. Der Ausdruck ist freundlich. Das weiβe des
Auges ist nicht sichtbar. Die schwarz-loh farbenen Hunde haben dunkle Augen,
die braunen und roten Hunde kőnnen hellere Augen haben.

Die Augenlider liegen gut am Augapfel an.

 

Ohren:
Hängend, leicht, dreieckig von mittlere Länge. Tief gesetzt, gerade in einer
horizontalen Linie mit den Augen. Breit am Ansatz.

Der gröβere Teil des Ohres ist hängend etwas nach vorne getragen, mit der vorderen Ecke dichter zu den Backen als die hintere Ecke. Die Spitzen sind gut gerundet. Das Haar an den Ohren ist weich und seidig.

HALS : Mittlere Länge, gut bemuskelt, ziemlich
kräftig, von ovalem Durchmesser. Weder zu hoch noch zu tief getragen (mäßiger Abfall). Die Haut ist schlaff aber ohne eine Wamme zu bilden.

 

KŐRPER:

 

Widerrist:
Ausgeprägt.

 

Rücken: Gerade und gut bemuskelt.

 

Lenden: Breit und gut bemuskelt, sehr leicht
gerundet.

 

Brust: Tief, bis zum Ellbogen reichend. Vorderbrust mäßig ausgeprägt.

 

Rippen: Lang und schräg.

 

Bauch: Etwas hochgezogen.

 

Rute:
Mittlere Dicke, bis zum Sprunggelenk reichend. Gut behaart mit etwas Fahne. Im Stand wird die Rute tief und säbelähnlich getragen; in der Bewegung wird sie etwas hőher als die Rückenlinie getragen.

 

Gliedmassen

Vorderhand: Von vorne gesehen gerade. Der Abstand vom Ellbogen zum Boden ist die Hälfte der Hőhe bis zum Widerrist.

 

Schultern: Lang und schräg



Hinterhand: Von hinten gesehen gerade.

 

Oberschenkel: Breit und gut bemuskelt.

 

Unterschenkel: Gut
bemuskelt.

 

Hintermittelfuss: Kurz.

 

Afterkrallen: Keine.

 

Pfoten: Fest und etwas oval. Die Zehen sind etwas
gewőlbt. Die Nägel sind dunkel und gleichen der Haarfarbe. Kräftige Ballen.

 

Gangwerk:

Das Gangwerk sollte műhelos, mit viel Energie, flieβend und harmonisch sein. Freies Gangwerk mit viel Schub, speziell im Trab. Ob beim gehen oder traben, die Rűckenlinie bleibt immer gerade und eben. Während der Bewegung sind die Beine parallel.

 

Haarkleid:

Haar: Am Kőrper ist das Haar hart, dicht an der Haut anliegend. Reichlich Unterwolle mehr im Winter, weniger im Sommer. Auf dem Kopf und an den Ohren ist das Haar kurz und weich.

Farbe:


Schwarz mit loh: Das Loh sollte sich klar von der schwarzen Farbe unterscheiden.

Das Loh ist eine Kombination von braun und rot. Die Farbe ist sehr intensiv.


Braun (schokoladen) mit loh.


Rot mit schwarzem, braunem oder fleischfarbenem Nasenschwamm. Rotfalbes Haar kann mit etwas schwarz űberzogen sein.

Platzierung
der Lohzeichnung: űber den Augen, am Fang, vorne am Hals, an der Vorderbrust,
an den Unterbeinen, hinten und an der Innenseite der Schenkel, rund um den
After, unterhalb der Rute.

Kleine
weiβe
Markierungen an den Zehen und an der Brust sind erlaubt.

 

Größe:

Hőhe
bis zum Widerrist: Rűden:55 – 59 cm / Hündinnen: 50-55 cm



Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte
und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu
beachten ist.

Allgemeines Erscheinungsbild:

• Zu langer oder zu kurzer Kőrper.

• Zu leichter Knochenbau

Kopf:


Helles oder rundes Auge.

• Zangengebiss (Ecke zu Ecke).

Haar:

• Loh nicht auffällig genug im schwarz.

• Loh zu verbreitet.

DISQUALIFIZIERENDE FEHLER :

• Aggressive oder űbermässig
ängstliche Hunde.

• Vorbiss oder Rűckbiss.









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